Auch 2025 stand die Weiterqualifizierung von Japanisch-Lehrkräften im Fokus einer intensiven Fortbildung. Rund 20 Lehrende aus ganz Deutschland nahmen an dem Kurs teil, der in Kooperation mit der Japan-Stiftung (Japanisches Kulturinstitut Köln) organisiert wurde. Sie unterrichten an Universitäten, Volkshochschulen, Sprachschulen und japanischen Ergänzungsschulen. Ziel war es, ihre Methodenkenntnisse zu erweitern und aktuelle didaktische Konzepte praxisnah zu vermitteln.
Inhaltsverzeichnis:
- Yuka Kikuoka und der JF-Standard-Baum
- Workshop mit Fokus auf das Lehrbuch „Marugoto“
- Kollegialer Austausch und praktische Ergebnisse
- Nachhaltige Wirkung für den Sprachunterricht
Yuka Kikuoka und der JF-Standard-Baum
Geleitet wurde der Kurs von Dr. Yuka Kikuoka, Beraterin für Japanischunterricht am Japanischen Kulturinstitut Köln. Im ersten Teil lag der Fokus auf der Unterrichtsgestaltung für die Mittelstufe. Ein zentrales Element war der sogenannte JF-Standard. Dabei handelt es sich um ein System zur Bewertung japanischer Sprachkenntnisse. Der JF-Standard-Baum, eine visuelle Darstellung, veranschaulicht dabei die Sprachentwicklung.
Die Teilnehmenden analysierten mithilfe dieses Werkzeugs unterschiedliche Kompetenzniveaus. Ziel war es, Unterrichtsmethoden zu entwickeln, die auf diese individuellen Lernstände zugeschnitten sind. So sollen alle Lernenden, unabhängig von ihren Vorkenntnissen, gezielt gefördert werden. Die Methode folgt einem kompetenzorientierten Ansatz, bei dem konkrete Kommunikationssituationen im Mittelpunkt stehen.
Workshop mit Fokus auf das Lehrbuch „Marugoto“
Der Nachmittag war praxisorientiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiteten in einem Workshop an drei Schwerpunkten:
- Unterrichtssimulation
- Analyse des Lehrbuchs „Marugoto“
- Verbesserung bestehender Unterrichtseinheiten
Besonderes Augenmerk lag auf dem Lehrwerk „Marugoto“, das in vielen Sprachkursen zum Einsatz kommt. Die Gruppen untersuchten, wie die Inhalte an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Lernenden angepasst werden können. Dabei wurden sowohl Stärken als auch Herausforderungen des Buches thematisiert.
Kollegialer Austausch und praktische Ergebnisse
Der Austausch unter den Lehrkräften war offen, kollegial und produktiv. Viele der Anwesenden brachten eigene Unterrichtserfahrungen ein. Die Kombination aus theoretischer Einführung und praktischen Übungen ermöglichte neue Perspektiven.
Die gemeinsame Arbeit führte zu konkreten Ergebnissen, wie neuen Unterrichtsplänen und methodischen Ansätzen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten zahlreiche Anregungen mitnehmen, die sich direkt im Unterricht umsetzen lassen.
Nachhaltige Wirkung für den Sprachunterricht
Der Fortbildungskurs war nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Forum für Netzwerkbildung. Die Mischung aus Fachinput, Diskussion und Zusammenarbeit machte das Treffen zu einer wertvollen Erfahrung. Lehrkräfte aus verschiedenen Bildungseinrichtungen kamen in Kontakt, tauschten Ideen aus und stärkten ihre Kompetenzen für die tägliche Praxis.
Die Kooperation mit der Japan-Stiftung hat sich erneut als tragfähig erwiesen. Sie trägt dazu bei, die Qualität des Japanischunterrichts in Deutschland nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Quelle: Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin