Winter
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Der Winter 2024/25 in Brandenburg war außergewöhnlich mild und trocken. Im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 war die Region die trockenste in Deutschland. Auch die Sonne zeigte sich häufiger als üblich, was den Winter noch weniger winterlich erscheinen ließ.

Inhaltsverzeichnis:

Trockenheit in Brandenburg und Berlin

In den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar verzeichnete Brandenburg einen Niederschlag von nur 104 Litern pro Quadratmeter. Dies ist der geringste Wert in ganz Deutschland und liegt deutlich unter dem Vergleichswert der Referenzperiode von 123 Litern pro Quadratmeter. In Berlin lag der Niederschlag bei 110 Litern pro Quadratmeter. Auch hier war der Wert geringer als der historische Durchschnitt von 131 Litern pro Quadratmeter. Der Niederschlag in Brandenburg war am niedrigsten, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.

Milde Temperaturen und viel Sonne

Die Temperaturen im Winter 2024/25 waren in Brandenburg mit einer Durchschnittstemperatur von 2,3 Grad Celsius deutlich milder als im Vergleich zur Referenzperiode (0,1 Grad). Die Wintersonne schien in Brandenburg 182 Stunden, was 32 Stunden mehr ist als der Referenzwert von 150 Stunden. In Berlin lag die Sonnenscheindauer bei 175 Stunden und damit 28 Stunden über dem historischen Durchschnitt von 147 Stunden. Diese längeren Sonnenstunden trugen zu dem milden Eindruck des Winters bei.

Bundesweite Tendenzen und Auswirkungen

In ganz Deutschland war der Winter 2024/25 ebenfalls milder und trockener als üblich. Die Durchschnittstemperatur betrug 2,1 Grad Celsius, was 1,9 Grad mehr ist als im historischen Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990. Der Niederschlag im Bundesgebiet lag bei 155 Litern pro Quadratmeter und damit unter dem historischen Durchschnitt von 181 Litern. Der kalendarische Frühling beginnt 2025 am 20. März, was dem Wechsel der Jahreszeiten entspricht.

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Winter 2024/25 von ungewöhnlich milden Temperaturen und einer bemerkenswerten Trockenheit geprägt war. Die Sonne schien häufig, und der Niederschlag fiel im Vergleich zur langfristigen Norm erheblich geringer aus. Diese ungewöhnlichen klimatischen Bedingungen werden weiterhin untersucht, auch wenn der DWD noch keine spezifischen Ursachen dafür genannt hat.

Quelle: RBB24