Japanische Gastronomie
Japanische Gastronomie, Foto: pixabay

In Berlin erlebt die japanische Kulinarik einen beispiellosen Aufschwung. Die Hauptstadt Deutschlands zieht nicht nur durch Museen und Frühlingsblüte Fans der japanischen Kultur an. Auch auf kulinarischer Ebene hat sich Berlin zu einem Zentrum für authentische japanische Gastronomie entwickelt. Besucher finden heute zahlreiche Orte mit traditionellen Speisen, modernen Teekreationen und einzigartigen Erlebnissen. Besonders hervorzuheben sind sechs ausgewählte Lokale, die sich durch Qualität, Authentizität und kulturelle Nähe zu Japan auszeichnen.

Inhaltsverzeichnis:

Green Tea Café Mamecha setzt auf echten Tee aus Japan

Das Café Mamecha an der Mulackstraße 33 ist auf japanischen Grüntee spezialisiert. Hier werden Sorten wie Sencha, Hojicha und Matcha angeboten – letzterer in Teeschalen traditionell serviert. Ergänzt wird das Angebot durch moderne Interpretationen wie Matcha Latte, Kinako Latte oder Hojicha Cappuccino.

Besonders ist der Verzicht auf überzuckerte Sirupe, wie sie in herkömmlichen Coffeeshops verwendet werden. Stattdessen dominiert der bittere, authentische Teegeschmack. Zum Tee gibt es täglich wechselnde Kuchen mit Zutaten wie Matcha oder Yuzu. Mittags wird außerdem ein Bento-Menü angeboten. Das Mamecha ist montags bis samstags zwischen 12 und 19 Uhr geöffnet.

Ippai no Ramen bringt Fukuoka-Erlebnis nach Berlin

Seit Herbst 2024 bietet Ippai no Ramen an der Gabriel-Max-Straße 2 ein besonderes Gastronomiekonzept. Gäste bestellen hier wie in Japan am Automaten. Die Sitzplätze an einer langen Theke sind durch Trennwände voneinander abgeschirmt – inspiriert von der bekannten Ichiran-Kette aus Fukuoka.

Serviert werden klassische Ramen-Nudelsuppen nach japanischer Rezeptur. Der Fokus liegt auf der individuellen Esskultur ohne Ablenkung. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 12 bis 21 Uhr.

Izakaya-Kultur mit Iro an drei Berliner Standorten

Iro Izakaya bringt das japanische Kneipenleben nach Berlin – mit Standorten in Friedrichshain, Prenzlauer Berg und auf der Simon-Dach-Straße. Hier dreht sich alles um kleine Gerichte zum Teilen, kombiniert mit japanischen und deutschen Alkoholika.

Auf der Speisekarte stehen Klassiker wie Gyoza, Edamame und Kroketten, aber auch Hauptspeisen wie Okonomiyaki, Yakisoba oder Gyudon. Die Öffnungszeiten sind täglich von 12 bis 23:30 Uhr. Der Standort „Iro Vegan“ bietet eine pflanzliche Alternative zum klassischen Angebot.

Tokyo Gohan überzeugt mit Onigiri in vielen Varianten

Takashi Aoki und Akiyasu Tsuchiya gründeten Tokyo Gohan nach einem erfolgreichen Start in Dresden. Ihr Geschäft an der Dieffenbachstraße 68 bietet Reisbällchen (Onigiri) mit verschiedenen Füllungen – ideal für unterwegs oder unter Kirschbäumen im Park.

Das Geschäft ist montags bis freitags von 12 bis 21 Uhr und samstags ab 12:30 Uhr geöffnet. Die Onigiri eignen sich als schnelles Mittagessen oder leichter Snack und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Ushido serviert hochwertiges Wagyu-Rind aus Japan

Im Ushido an der Lychener Straße 18 steht Yakiniku im Mittelpunkt – japanisches Grillen am Tisch. Gäste grillen kleine Fleischportionen selbst und kombinieren diese mit Soßen und Beilagen wie Gemüse. Besonders beliebt ist das teure Wagyu-Rindfleisch, doch auch Hähnchen und Schweinebauch bieten erschwingliche Alternativen.

Geöffnet ist montags, mittwochs und donnerstags ab 18 Uhr, freitags und samstags ab 17 Uhr. Sonntag bleibt das Restaurant ebenfalls offen. Die Atmosphäre eignet sich ideal für gemeinsames Grillen in kleiner Runde.

Tenzan Lab bringt Taiyaki und Kakigori auf Berliner Teller

An der Wörther Straße 22 finden Naschkatzen im Tenzan Lab zwei japanische Spezialitäten: Taiyaki und Kakigori. Taiyaki ist ein fischförmiges Gebäck mit Füllungen wie roter Bohnenpaste, Shiso oder Ume.

Kakigori ist ein Schabeeis mit Sirup und Toppings. Das Team entwickelt regelmäßig neue Varianten, passend zur Jahreszeit. So bleibt das Tenzan Lab auch im Winter ein beliebter Ort. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr.

Berlin bietet mehr als nur Sushi und Matcha – die Hauptstadt hat sich zu einem authentischen Zentrum japanischer Gastronomie entwickelt. Dank engagierter Betreiber, klarer Konzepte und kultureller Tiefe erleben Besucher eine kulinarische Reise durch Japan – mitten in Deutschland.

Quelle: Sumikai