PokéPark Kanto bringt über 600 Pokémon in eine neue Erlebniswelt
PokéPark Kanto bringt über 600 Pokémon in eine neue Erlebniswelt, Foto illustrativ: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Am 5. Februar öffnet im Vergnügungspark Yomiuri Land bei Tokio der neue Bereich „PokéPark Kanto“. Es handelt sich um den ersten dauerhaft geöffneten Outdoor-Themenpark Japans, der vollständig der Welt der Pokémon gewidmet ist. Die Anlage entstand in Zusammenarbeit zwischen der Pokémon Company, Yomiuri Land und der Yomiuri Shimbun. Das Gelände umfasst rund 2,6 Hektar und ist in zwei Hauptzonen gegliedert: den „Pokémon-Wald“ und die „Kayatsuri-Stadt“.

Inhaltsverzeichnis:

Pokémon-Wald nutzt die Hügel von Tama

Der „Pokémon-Wald“ erstreckt sich über etwa 500 Meter und wurde in die natürliche Hügellandschaft der Region Tama integriert. Besucher können auf dem Rundweg über 600 verschiedene Pokémon entdecken, darunter Pikachu, Evoli und viele weitere bekannte Figuren. Einige der Modelle dürfen bestiegen werden, um Fotos zu machen. Der Bereich ist ab fünf Jahren zugänglich, da er Treppen, Tunnel und steile Wege enthält.

Die Betreiber betonen, dass der Bau des Waldes ohne größere Bodenversiegelung erfolgte. Das Ziel war, den Eingriff in die Natur minimal zu halten und ein nachhaltiges Gleichgewicht zu bewahren. Dadurch soll das Gelände sowohl für Mensch als auch Umwelt verträglich bleiben. Weitere Informationen über naturverbundene japanische Projekte finden Sie hier.

Kayatsuri-Stadt bringt Pokémon in Bewegung

Die zweite Hauptzone, die „Kayatsuri-Stadt“, ist ein lebhafter Stadtbereich mit zahlreichen Attraktionen. Dazu gehören ein Pokémon-Center, das Pikachu-Karussell „Pika Pika Paradise“ und das Evoli-Fahrgeschäft „Bui Bui Voyage“. Shows, Paraden und Begegnungen mit kostümierten Pokémon ergänzen das Angebot. Besucher finden außerdem exklusive Souvenirs, Plüschfiguren sowie thematische Snacks und Getränke.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Gestaltung der Gebäude, die an urbane Szenen aus der Pokémon-Welt erinnern. Die Betreiber hoffen, mit dieser Mischung aus Natur und Stadt Atmosphäre sowohl Familien als auch Fans verschiedener Altersgruppen anzusprechen. Über ähnliche Kultur- und Freizeitveranstaltungen in Japan erfahren Sie mehr hier.

Kurzer Trailer, der den neuen PokéPark Kanto im Yomiuri Land bei Tokio zeigt:

Film: YouTube / Kanal GameTrailers

Zugang, Tickets und Lotteriesystem

Für die Eröffnung wurden zwei Ticketvarianten eingeführt:

  1. Trainer-Pass – Zugang zu beiden Zonen und ein Erinnerungsfoto mit wechselnden Pokémon.
  2. Elite-Trainer-Pass – ab 14.000 Yen (etwa 81 Euro), mit unbegrenztem Eintritt in den Wald und je einer kostenlosen Fahrt auf den beiden Hauptattraktionen.

Kinder unter fünf Jahren sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität dürfen den Waldbereich nicht betreten, da er 110 Stufen und unebene Wege umfasst. Besucher müssen sich vorab registrieren und ihre Eintrittszeit im Losverfahren bestimmen. Dieses System soll lange Wartezeiten vermeiden und die Besucherströme gleichmäßig verteilen.

Tickets für den Zeitraum vom 5. Februar bis 31. März sind ab dem 21. November erhältlich. Erwachsene ab 13 Jahren zahlen für den Standardpass mindestens 7.900 Yen, etwa 46 Euro. Eine weitere Ticketoption, die nur den Eintritt in die Kayatsuri-Stadt ermöglicht, wird später folgen. Mehr über Freizeitziele in Japan erfahren Sie hier.

Erste dauerhafte Pokémon-Erlebniswelt Japans

Der Name „PokéPark“ wurde bereits 2005 und 2006 in Nagoya und Taiwan für temporäre Themenparks verwendet. Das neue Projekt im Yomiuri Land ist jedoch die erste dauerhafte Anlage dieser Art. Frühere Parks waren nur wenige Monate geöffnet und wurden nach Ende der Events abgebaut.

Für Yomiuri Land ist das Projekt Teil einer langfristigen Strategie, die auf Kooperationen mit bekannten Marken setzt. Nach Unternehmensangaben machen markenbasierte Attraktionen inzwischen über 20 Prozent der Besucherzahlen aus. Durch die Zusammenarbeit mit der Pokémon Company will der Betreiber den Zustrom an Gästen langfristig steigern und neue Zielgruppen gewinnen.

Mit dem „PokéPark Kanto“ beginnt für Japans Freizeitindustrie eine neue Phase, in der Natur, Technologie und Popkultur eng miteinander verbunden sind.

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Karte: Google Maps / Standort des Objekts

Quelle: Sumikai