Japanische Spuren in Berlin entdecken
Japanische Spuren in Berlin entdecken, Foto: Pixabay

Berlin überrascht mit einer Vielzahl japanischer Orte. Sie reichen von Modegeschäften über Teehäuser bis zu Museen und Gärten. Die Hauptstadt bietet damit Einblicke in Kultur, Design und Geschichte Japans. Mehr als 20 verschiedene Adressen laden Besucherinnen und Besucher zu einer Reise durch japanische Traditionen und moderne Trends ein.

Inhaltsverzeichnis:

Andreas Murkudis in Berlin

Dieser Laden gehört zu den schönsten Geschäften der Stadt. Hier gibt es Taschen des Labels Porter-Yoshida aus Tokio. Ebenso werden die Kollektionen des japanischen Designers Yohji Yamamoto angeboten.

Adresse: Potsdamer Straße 81, 10785 Berlin

Rei Kawakubo und Comme de Garçon

Das Label Comme de Garçon wurde 1969 in Tokio von Rei Kawakubo gegründet. Typisch sind unkonventionelle Schnitte und asymmetrische Formen. Schwarz, Grau und Weiß dominieren, kombiniert mit kräftigen Farbtönen. Bekannt ist das Logo mit Herz und Katzenaugen. Im Berliner Flagshipstore finden sich Damen- und Herrenbekleidung, Accessoires und Parfums.

Adresse: Linienstraße 115, 10115 Berlin

Chaya im Bikini Berlin

Im Einkaufszentrum Bikini befindet sich ein Japanshop mit breitem Angebot. Chaya verkauft:

  • Geschirr, Messer, Stäbchen, Schüsseln
  • Sakebecher, Matchaschalen, Soyakännchen
  • mehr als 50 Sorten Grüntee und Matcha
  • japanische Süßigkeiten, Schreibwaren und Kimonos

Der Laden veranstaltet regelmäßig Teeverkostungen.

Adresse: Budapester Straße 38-50, 10787 Berlin

Breites japanisches Sortiment
Breites japanisches Sortiment, Foto: Pixabay

Doyoureadme?! mit japanischen Themen

Das Geschäft in der Auguststraße bietet internationale Magazine, Kunst- und Designbücher. Auch japanische Kochbücher und Magazine sind Teil des Sortiments.

Adresse: Auguststraße 28, 10117 Berlin

Japan Bonsai seit 1980

Seit mehr als 40 Jahren verkauft ein Geschäft in der Kantstraße japanische Bonsai. Käufer können ihre Pflanzen während des Urlaubs dort in Pflege geben.

Adresse: Kantstraße 124b, 10625 Berlin

Man kann Bonsai kaufen
Man kann Bonsai kaufen, Foto: Pixabay

Luiban Papeterie mit Midori und Washi-Tape

In der Rosa-Luxemburg-Straße befindet sich ein Laden mit Schreibwaren aus Japan. Hier findet man Produkte von Midori, Travellers Notebook, Washi-Tape und Abreißkalendern zum Jahreswechsel.

Adresse: Rosa-Luxemburg-Straße 28, 10178 Berlin

Muji in Berlin

Das Warenhaus Muji eröffnete 2020 einen Flagshipstore am Kurfürstendamm. Angeboten werden:

  1. Haushaltswaren
  2. Kleidung
  3. Schreibwaren
  4. Möbel

Im Obergeschoss gibt es wechselnde Stände kleiner Labels sowie eine Beratung zur Inneneinrichtung. Am Hackeschen Markt betreibt Muji zudem ein kleineres Geschäft ohne Möbel.

Adressen: Kurfürstendamm 236, 10719 Berlin und Hackescher Markt 1, 10178 Berlin

Uniqlo mit sechs Standorten

Uniqlo präsentiert japanisch geprägte Mode. In Berlin gibt es sechs Filialen, darunter der Flagshipstore in der Tauentzienstraße. Weitere Geschäfte befinden sich am Hackeschen Markt, Leipziger Platz, Schloßstraße, East Side Mall und Alexanderplatz.

Humboldt Forum mit Teehaus

Im Humboldt Forum gibt es einen Bereich für japanische Kultur. Besucher erleben hier Teezeremonien in einem eigens errichteten Teehaus. Entworfen wurde es vom Architektenteam um Jun Ura aus Kanazawa. Außenwände und Dach bestehen aus Cortenstahl und erinnern an die Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Adresse: Schlossplatz, 10178 Berlin

Teezeremonie
Teezeremonie, Foto: Pixabay

Japanisch Deutsches Zentrum Berlin

Das JDZB wurde 1985 gegründet. Es fördert Austausch, Kultur und Wissenschaft. Hier finden statt:

  • Ausstellungen, Lesungen und Filmabende
  • Japanischkurse von Grundstufe 1 bis Oberstufe 2
  • Kalligrafiekurse, auch online
  • Nutzung einer Bibliothek mit 13.000 Medien

Das Ausleihen ist kostenlos.

Adresse: Saargemünder Straße 2, 14195 Berlin

Mori Ogai Gedenkstätte

Die Gedenkstätte widmet sich Leben und Werk von Ōgai (1862–1922). Er war Arzt und Schriftsteller. Neben seiner Biografie behandelt die Einrichtung auch Themen seiner Epoche.

Adresse: Luisenstraße 39, 10117 Berlin

Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung

Das Michelsen Haus war 1879 Sitz des Astrophysikalischen Observatoriums. 1889 konnte dort ein japanisches Erdbeben nachgewiesen werden. Später kamen bekannte japanische Seismologen für Forschungsarbeiten nach Potsdam.

Adresse: Telegrafenberg, 14473 Potsdam

Samurai Museum in Berlin Mitte

Im Mai 2022 eröffnete in der Auguststraße ein Samurai-Museum. Es zeigt auf 1.500 Quadratmetern rund 1.000 Exponate. Neben Rüstungen und Waffen gibt es holografische Projektionen und 3D-Modelle. Ein Nō-Theater präsentiert traditionelle Aufführungen. Besucher können außerdem eine Teezeremonie erleben.

Adresse: Auguststraße 68, 10117 Berlin

Japanischer Garten in den Gärten der Welt

Der Garten des zusammenfließenden Wassers symbolisiert Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In der Mitte steht ein Teepavillon. Wasser, Steine und Pflanzen prägen die Anlage. Sie entstand aus der Städtepartnerschaft Berlin–Tokio.

Adresse: Blumberger Damm 44, 12685 Berlin

Japanische Gärten
Japanische Gärten, Foto: Pixabay

Japanischer Bonsai-Garten am Schwielowsee

Der private Garten ist von April bis Oktober geöffnet. Besucher erleben Feste, Bonsaikurse und Teezeremonien im Teehaus. Zum Tee gibt es Spezialitäten wie Mochi und Nashibirne.

Adresse: Fercher Straße 61, 14548 Schwielowsee

Kirschblüten an der Bornholmer Straße

Auf dem früheren Grenzstreifen wachsen zahlreiche Kirschbäume. Spaziergänge im Frühling führen durch die blühende Allee zwischen Wedding und Prenzlauer Berg.

Kirschblütenallee in Teltow

In Teltow wurden auf dem ehemaligen Todesstreifen rund 1.000 Kirschbäume gepflanzt. Sie blühen jedes Jahr im April. Die Umweltinitiative Teltower Platte informiert über den Zeitpunkt.

Kirschblütenallee
Kirschblütenallee, Foto: Pixabay

Oukan Teehaus in Berlin

Das Teehaus Oukan ist aktuell geschlossen. Es bot vegane japanische Küche, Gebäck, Mochi, Onigiri und Tee. Die Einrichtung erinnerte stark an japanische Architektur. Auch Zubehör wie Teeschalen und Kannen wurden verkauft.

Adresse: Ackerstraße 144, 10115 Berlin

 Quelle: Schönste Zeit