Ramen bleibt Trend, birgt aber Gesundheitsrisiken
Ramen bleibt Trend, birgt aber Gesundheitsrisiken, Foto: Pixabay

Die Nudelsuppe Ramen ist längst Teil der Berliner Esskultur. Sie steht in einer Reihe mit Smashburgern, neapolitanischer Pizza und Poke Bowls. Besonders im Winter greifen viele Menschen in Berlin zu einer heißen Schale Ramen. Doch eine Untersuchung aus Japan stellt nun gesundheitliche Risiken in den Vordergrund.

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Studie der Universität Yamagata

Im August veröffentlichte die Universität Yamagata eine Studie mit 6725 Personen ab 40 Jahren. Männer und Frauen nahmen daran teil. Ziel war es, den Einfluss von Ramen auf die Sterblichkeit zu untersuchen.

  • Die Mehrheit aß Ramen ein- bis dreimal im Monat
  • 25 Prozent griffen einmal pro Woche zur Suppe
  • Ein kleiner Teil mehrmals pro Woche

Das Ergebnis war klar. Wer mindestens dreimal pro Woche Ramen aß, hatte ein deutlich höheres Risiko für gesundheitliche Probleme. Besonders betroffen waren Männer unter 70 Jahren.

Hoher Salzgehalt in der Brühe

Die Forschenden identifizierten den Salzgehalt als Hauptproblem. Eine Portion kann den empfohlenen Tageswert an Salz überschreiten. Ein hoher Natriumgehalt steht in direktem Zusammenhang mit Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zusätzlich steigert Alkoholkonsum die negativen Effekte. Menschen, die regelmäßig trinken und oft Ramen essen, zeigten ein noch höheres Risiko in der Studie.

Kohlenhydrate und Diabetes

Die Nudeln wurden ebenfalls betrachtet. Ihr hoher Kohlenhydratanteil kann Insulinresistenz begünstigen. Damit steigt die Gefahr für Diabetes bei häufigem Konsum.

Die Forschenden betonten, dass die Kombination von salziger Brühe und kohlenhydratreichen Nudeln entscheidend ist. Mit jeder weiteren Portion erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Folgen.

Unterschiede zwischen Japan und Berlin

In Japan ist Ramen ein Nationalgericht. Der Konsum ist hoch, viele Familien essen die Suppe regelmäßig. In Berlin hingegen wird Ramen seltener gegessen. Hier gilt die Nudelsuppe mehr als Trend- und Freizeitgericht.

Trotz der Unterschiede bleibt die Empfehlung eindeutig. Drei oder mehr Portionen pro Woche können Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes fördern. Die Ergebnisse der Yamagata-Studie zeigen, dass Maßhalten entscheidend ist.

Quelle: Berliner Zeitung, YouTube